Hydrodiluierbare Farbe, oft als Hydro-Farbe bezeichnet, ist heute die Referenztechnologie in der Autoreparatur. Von der Mehrheit der Hersteller und Karosseriewerkstätten übernommen, ermöglicht sie eine sehr hochwertige Oberflächenqualität bei gleichzeitiger Reduzierung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC).
Dank ihrer überwiegend auf Wasser basierenden Formulierung erfüllt sie die aktuellen Umweltanforderungen, ohne die Farbgenauigkeit, die Qualität der Übergänge oder die Haltbarkeit der Reparaturen zu beeinträchtigen.
Was ist eine hydrodiluierbare Farbe?
Eine hydrodiluierbare Farbe ist eine Farbgrundlage, deren Hauptverdünner Wasser ist. Im Gegensatz zu den früher stark lösungsmittelhaltigen Grundierungen enthält sie eine reduzierte Menge organischer Lösungsmittel und bietet dennoch hervorragende Applikationseigenschaften.
In der Karosserie wird sie in Zweischichtsystemen verwendet und anschließend mit einem transparenten Klarlack geschützt, der Glanz und endgültige Widerstandsfähigkeit verleiht.
Warum haben sich Hydro-Farben in der Karosserie durchgesetzt?
Die Entwicklung der Umweltvorschriften hat Hersteller und Farbproduzenten dazu veranlasst, umweltfreundlichere Lösungen zu entwickeln.
Heute sind hydrodiluierbare Farben in den meisten Neufahrzeugen verbaut und werden täglich in Reparaturwerkstätten eingesetzt.
Die Vorteile von hydrodiluierbaren Farben
- Reduzierung der VOC-Emissionen.
- Exzellente Farbtreue zu den Herstellervorgaben.
- Sehr gute Ausrichtung der metallischen und perlmuttartigen Pigmente.
- Große Leichtigkeit bei der Ausführung von Übergängen.
- Kompatibel mit modernen Lackiersystemen im Automobilbereich.
- Entspricht den aktuellen Umweltanforderungen.
Wie wird eine hydrodiluierbare Farbe aufgetragen?
Vorbereitung des Untergrunds
Wie bei jeder Karosseriereparatur ist die Vorbereitung ein wesentlicher Schritt.
- Reinigen und entfetten der Oberfläche.
- Schleifen entsprechend dem Reparatursystem.
- Bei Bedarf geeigneten Grundierfüller auftragen.
- Vor dem Lackieren sorgfältig entstauben.
Auftragen der Hydro-Grundierung
Die Farbe wird mit der Spritzpistole in mehreren dünnen Schichten aufgetragen. Das Verdunsten des Wassers zwischen den Schichten ist entscheidend, um eine gleichmäßige Verteilung der Pigmente zu erreichen.
In vielen Werkstätten beschleunigen Belüftungssysteme oder Gebläse diese Phase, um die Trocknungszeiten zu verkürzen.
Auftragen des Klarlacks
Nachdem die Grundierung vollständig verdunstet ist, wird ein transparenter Klarlack aufgetragen, der die Farbe dauerhaft gegen UV-Strahlen, Witterungseinflüsse und äußere Einflüsse schützt.
Fehler, die vermieden werden sollten
- Zu dicke Schichten auftragen.
- Das Wasser zwischen den Schichten nicht ausreichend verdunsten lassen.
- Ungeeigneten Grundierfüller verwenden.
- In unzureichend belüfteter Umgebung arbeiten.
- Den Klarlack vor vollständiger Verdunstung der Grundierung auftragen.
Wann sollte man eine Hydro-Farbe verwenden?
Hydrodiluierbare Farben eignen sich für die meisten Autoreparaturen:
- Lokale Reparaturen.
- Austausch von Karosserieteilen.
- Farbangleichungen.
- Komplette Neulackierungen.
- Reparaturen an neueren Fahrzeugen.
Sie sind kompatibel mit opaken, metallischen, perlmuttartigen Farbtönen und vielen Spezialeffekten, die von den Herstellern angeboten werden.
Warum eine professionelle hydrodiluierbare Farbe wählen?
Professionelle Systeme garantieren eine exzellente Wiedergabe der Herstellertöne, eine gleichmäßige Applikation und hohe Haltbarkeit. Sie erfüllen zudem die technischen Anforderungen von Karosseriewerkstätten und begrenzen die Umweltbelastung durch Lackierarbeiten.
Dank ihrer farbmetrischen Präzision und Leistung sind hydrodiluierbare Farben heute die bevorzugte Lösung von Profis, um qualitativ hochwertige Reparaturen gemäß den Standards der Automobilhersteller durchzuführen.

